Pfefferbaum (xantoxylium)

Beschreibung: Dieses immergrüne Gehölz stammt aus Südchina. Er ist ein richtiger Gewürzbaum, dessen Blätter volles Aroma besitzen. Er blüht dezent rot und kann auch kleine Pfefferkörner bilden. Auffallend sind seine besonders kleinen und stark glänzenden Blätter. Sie können die Blätter wie Lorbeerblätter mitkochen, sie geben eine angenehme Würze ab. Er wird auch Sezuan - Pfeffer genannt.

 

Standort: Der Pfefferbaum liebt helle bis halbsonnige Plätze (Nord-, Ost- oder Westseite)

 

Überwinterung: Ideal wäre ein lichtintensiver, mäßig warmer Standort (10°C - 18°C). Bei etwas Luftfeuchtigkeit kann er auch wärmer überwintert werden. Ideal wäre eine Lösung mit feuchtem Blähton oder Lavagranulat, über dem ihr Bonsai steht.

 

Umtopfen: Alle 2 Jahre sollten sie die alte Erde rundherum entfernen, wo sie sich leicht lösen lässt. Mit einer Wurzelkralle oder -zur Not- einer Gabel lockern sie die dünnen Wurzeln auf und schneiden die herunterhängenden Haarwurzeln um 30% zurück. Danach mit frischer Bonsaierde gut einpflanzen. Bei jedem 2-ten Umtopfen sollten sie eine größere Bonsaischale nehmen, da sich ihr Bonsai ja stets entwickelt und auch etwas größer wird.

 

Düngen: bei warmer Überwinterung ganzjährig 1 mal monatlich mit Bonsai - Flüssigdünger, bei kühler Überwinterung wird ab Oktober bis März nicht gedüngt.

 

Gießen: Von Frühjahr bis Herbst befindet sich ihr Pfefferbaum in einer Wachstumsphase. Er darf zwar stets etwas antrocknen, sollte aber nie austrocknen. Wie oft letztlich gegossen oder getaucht wird, hängt von mehreren Faktoren ab (Blattmasse, Schalengröße, Sonneneinstrahlung und Wind). Somit ist es nicht möglich, genaue Rhythmen zu empfehlen. Erfahrungsgemäß wird

alle 2 - 4 Tage gegossen. Bei kleinen Schalen, kugeliger Erde und/oder einem Platz draußen mit Wind und Sonne empfiehlt sich ein Tauchbad (den Bonsai

für 1 - 2 Min. so in eine Wasserschale stellen, dass das Wasser über die Erde reicht).

Im Winter bei kühlem Standort reicht es, alle 4 - 7 Tage zu wässern. Überwintert der Pfefferbaum draußen im geschützten Winterquartier (Styroporleiste mit Torf oder ähnlichem Dämmmaterial) reicht das Gießen alle 10 - 16 Tage. Bei warmer Überwinterung sollten sie wie zuvor alle 2 - 4 Tage an Wasser denken.

 

Schneiden: Der Pfefferbaum wächst mit sogenannten Blattrispen. Die Rispen selbst werden nicht geschnitten. Sollten sich an einem frischen Ast 6 - 8 Rispen übereinander entwickelt haben, können sie die erste oder zweite Rispe zurückschneiden.

Alle 2 Jahre können sie im Frühjahr ihrem Pfefferbaum die überjährigen Bereiche (verholzte Äste) zurückschneiden, damit er nicht zu ausladend wird.

 

Besonderheiten und/oder Auffälligkeiten: Unter den Blattrispen können sich Blattläuse ansiedeln. An den Verzweigungsstellen bilden sich Wollläuse. Auf den Blättern beobachten wir selten kleine, weiße, strichähnliche Gebilde; so genannte Tripse.

In jedem Fall sollten sie bei Befall auf Spritzmittel gegen beißende oder saugende Schädlinge zurück greifen und den Bonsai 3 mal im Abstand von 1 Woche damit behandeln.

 

Vermehrung: durch Samen (leider im Handel derzeit nicht erhältlich) und evtl. auch durch Stecklinge (frisch abgeschnittene Triebe im Wasserglas bewurzeln lassen).

 

 

 

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