Junischnee (Serissa foetida) und buntblättriger Junischnee (Serissa variegata)

Beschreibung: Der Junischnee ist ein immergrüner, baumartig wachsender Strauch. Er überzeugt durch seine kleinen, ovalen grünen Blätter und durch seine proportional passende weiße Blüte im Juni.

 

Standort: Der Junischnee mag halbschattige Plätze. Ideal am Ost- oder Westfenster. Eine sehr helle Nordseite (ohne Sonne) kommt auch in Frage.

Der hellblättrige Junischnee kann auch vollsonnig stehen. Die Nordseite kommt für den hellblättrigen Junischnee nicht in Betracht.

 

Überwinterung: Ideal stehen alle Junischnee - Arten mäßig warm bei

12°C - 18°C. Wenn für eine deutliche Nachtabsenkung gesorgt wird, kann der Junischnee auch etwas wärmer stehen.

 

Umtopfen: Alle 2 Jahre können sie wählen, ob sie die Wurzeln um 10 - 30% reduzieren und die alte Schale nochmals verwenden, oder ob sie eine größere Schale (ohne Wurzelschnitt) nehmen. Jungbonsai (bis 8 Jahre) sollten aber eher in eine größere Schale gesetzt werden. Man bietet dem Bonsai so 20 - 30% mehr Schalenvolumen an. Das Umtopfen mit Wurzelschnitt sollte unbedingt im Frühjahr erfolgen.

 

Düngen: bei warmer Überwinterung ganzjährig 1 mal monatlich mit Bonsai-Flüssigdünger, bei kühlerer Überwinterung wird ab Oktober bis März nicht gedüngt.

 

Gießen: Der Junischnee sollte nur leicht antrocknen und dann wieder kräftig gewässert werden. In seiner Hauptwachstumsphase von Frühjahr bis Herbst eher etwas feuchter halten; im Winter bei Kühle etwas stärker antrocknen lassen. Achten sie auf kalkarmes Wasser (Regenwasser, stilles Mineralwasser, gefiltertes Wasser).

 

Schneiden: Lassen sie die jungen, noch nicht verholzten Triebe auf

6 - 9 Blattpaare heranwachsen und schneiden sie sie dann so zurück, dass

1 - 2 Blattpaare stehen bleiben.

Ab Mai verzichten wir auf den Rückschnitt, damit ihr Junischnee auch reichlich Blüten ansetzen kann. Nach der Blüte werden alle längeren Äste auf das erste oder zweite Blattpaar zurückgeschnitten.

 

Besonderheiten und/oder Auffälligkeiten: Der Junischnee zählt zu den etwas sensibleren Gehölzen. Bei zuviel Bodenfeuchtigkeit neigt er zu braunen oder schwarzen Blattverfärbungen. Bei zuviel Wärme im Winter entwickelt er gelbe Blätter. Hat ihr Bonsai im Winter stark abgebaut, empfiehlt sich ein Standort im Halbschatten draußen. Dort wächst er kompakter und wesentlich dichter. Sie können ihn ab 12°C rausstellen.

Als Auffälligkeit muss von Wurzelläusen berichtet werden. Sollten sie am Wurzelballen kleine, weiße Knötchen entdecken, müssten sie ihn mit einem systemischen Mittel gegen beißende und saugende Schädlinge behandeln.

 

Vermehrung: Stecklinge im Wasserglas bewurzeln.

 

 

 

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