chinesischer Buchsbaum (buxus harlandii)

 

Beschreibung: Der chinesische Buchsbaum ist ein extrem gut für die Bonsai - Gestaltung geeignetes Gehölz. Er wächst stets sehr kleinblättrig, verzweigt sich hervorragend und bildet eine sehr interessante Rinde. Er ist der einzige Indoor mit einer unregelmäßigen Borke.

 

Standort: Er mag fast alles, nur keine pralle Mittagssonne (Nord-, Ost- oder Westfenster). Bei Temperaturen über 8°C kann er auch schattiert nach draußen gestellt werden.

 

Überwinterung: Der chinesische Buchsbaum ist sehr anpassungsfähig. Sie können ihn am Besten mäßig warm überwintern (bei 8° - 16°C). Viele schaffen es aber auch, den Buchsbaum warm bei 18° - 22°C über den Winter zu bringen. Bei warmer Überwinterung empfiehlt sich, eine große (Plastik) Unterschale, angefüllt mit Zierkies, Lavasteinen oder Hydrosteinchen, auf welcher der Buchsbaum mit Unterschale gestellt wird. Halten Sie die Steinchen feucht, dadurch entsteht genügend Luftfeuchtigkeit für ihren Bonsai.

 

Umtopfen: Alle 2 Jahre sollte die Erde erneuert werden. Sie nehmen den Baum vorsichtig aus der alten Schale heraus, locker die Wurzeln mit einer Wurzelkralle (zur Not auch Gabel) etwas auf, so dass sie locker herunterhängen. Nun können Sie 1/3 der Gesamtlänge der dünneren Wurzeln (Haarwurzeln) abschneiden. Danach setzen Sie ihren Bonsai mit frischer Bonsai-Erde wieder in die Schale zurück und drücken die Erde ordentlich fest. Nun sollten Sie den neu gepflanzten Bonsai für ca. 20 Sekunden eintauchen (so dass das Wasser über den höchsten Punkt der Erde reicht). Das ist wichtig, damit die Schwebstoffe in der Erde weggeschwemmt werden.

Spätestens bei jedem zweiten Umtopfen sollte eine 20 - 30% größere Schale genommen werden; schließlich will und soll sich ihr Bonsai weiterentwickeln.

 

Düngen: Von März bis Oktober 1x monatlich mit Bonsai - Flüssigdünger oder von März bis August alle 2 Monate mit Bio - Gold (japanischer Kugeldünger). Bei warmer Überwinterung wird einfach, wie zuvor , weitergedüngt.

 

Gießen: Ganz kleine Schalen oder extrem hügelig gepflanzte Bonsai, ohne Gießrand, sollten getaucht werden (Sie stellen den Bonsai so in ein Wasserbad, dass das Wasser über den höchsten Punkt der Erde reicht). Sie lassen den Bonsai so lange im Wasserbad, bis keine Bläschen mehr aufsteigen (ca. 1 Minute). Bonsai mit Gießrand können am besten mehrfach von oben gegossen werden, bis aus den Abflusslöchern etwas Wasser austritt.

Die Häufigkeit des Gießens hängt von der Blattmasse, der Schalengröße und dem Standort ab. In der Wachstumszeit (Frühling bis Herbst) ist das etwa alle 2 - 4 Tage notwendig (bei kleinen Schalen, sonnig - windigem Standort evtl. auch täglich). Im Winter bei entsprechender Kühle reicht evtl. auch alle 3 - 6 Tage.

 

Schneiden: Das ganze Jahr über können Sie frische Äste (noch nicht verholzt) auf 10 - 14 Blattpaare wachsen lassen und erst dann auf das 1 - 3 Blattpaar zurück schneiden.

Spätestens alle 2 Jahre im Frühjahr sollte Ihr Buchsbaum in holzige (überjährige) Bereiche zurück geschnitten werden, damit Ihr Baum "nicht zu schnell zu groß" wird. Die Gehölze verfügen über "schlafende Augen", so dass einzelne Äste auch so geschnitten werden können, dass kein Blatt mehr am Ast zurück bleibt. Lassen Sie aber eine Astmindestlängevon 3 cm stehen, damit der Baum - spätestens nach 4 Wochen - wieder durchtreiben kann.

 

Besonderheiten und/oder Auffälligkeiten: Sehr selten beobachten wir Wollläuse. Die kleinen, weißen Punkte im Geäst, bevorzugt in den Astgabeln, sollten unbedingt behandelt werden. Ein handelsübliches Spritzmittel gegen beißende und saugende Schädlinge sollte 3x im Abstand von 1 Woche verwendet werden.

 

Vermehrung: Stecklinge

 

 

 

 

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