chinesische Ulme

 

Beschreibung: Dieses wunderschöne, kleinblättrige Gehölz kommt in ganz China vor. Die Ulme fasziniert durch ihre feinen Verzweigungen und die optimale Relation zwischen Blattgröße und Gesamtgröße.

 

Standort: Die chinesischen Ulmen sind sehr anpassungsfähig. Sie können sowohl an starke Sonne gewöhnt werden als auch an eine helle Nordseite. Auf jeden Fall aber im Fensterbereich aufstellen.

Häufig bauen die Ulmen im Winter ein wenig ab, so dass ein Platz draußen ab Frühjahr im Halbschatten am besten wäre. Dies sorgt für feste Blätter und dichten Wuchs. Im Herbst wirft die Ulme nach dem Reinholen meist alle ihre Blätter ab, treibt dann aber rasch wieder neu.

 

Überwinterung: Nordchinesische Ulmen können als bedingt winterfest eingestuft werden und werfen bei Kälte die Blätter ab. Südchinesische Ulmen hingegen sollten nicht einfrieren und können idealerweise zwischen 6° - 18°C überwintert werden (Schlafzimmer, schwach beheizter Wintergarten). Eine Überwinterung im heizungsnahen Bereich (bei 18° - 22°C) kann auch gut gehen. Sie sollten dann aber für etwas Luftfeuchtigkeit sorgen (auf feuchtes Granulat stellen). Auch sollte bei warmer Überwinterung auf Spinnmilben geachtet werden.

 

Umtopfen: Alle zwei Jahre sollten Sie die alte Erde rundherum entfernen, wo si sich leicht lösen lässt. Mit einer Wurzelkralle oder zur Not einer Gabel lockern Sie die dünnen Wurzeln auf und schneiden die herunterhängenden Haarwurzeln um 30% zurück. Danach mit frischer Bonsai - Erde gut einpflanzen.

Bei jedem zweiten Umtopfen sollten Sie eine größere Bonsaischale nehmen, da sich Ihr Baum ja stets entwickelt und auch etwas größer wird.

 

Düngen: Bei warmer Überwinterung ganzjährig 1x monatlich mit Bonsai - Flüssigdünger; bei kühlerer Überwinterung wird ab Oktober bis März nicht gedüngt.

 

Gießen: Von Frühjahr bis Herbst befindet sich Ihre Ulme in einer Wachstumsphase. Sie darf zwar stets etwas antrocknen, sollte aber nie austrocknen. Wie oft letztlich gegossen oder getaucht wird, hängt von mehreren Faktoren ab (Blattmasse, Schalengröße, Sonneneinstrahlung und Wind). Somit ist es nicht möglich, genaue Rhythmen zu empfehlen. Erfahrungsgemäß wird alle 2 - 4 Tage gegossen. Bei kleinen Schalen, bei kugeliger Erde und bei einem Platz draußen mit Wind und Sonne empfiehlt sich ein Tauchbad (den Bonsai für 1 - 2 Minuten so in eine Wasserschale stellen, dass das Wasser über die Erde reicht).

Im Winter bei kühlem Standort reicht es, alle 4 - 7 Tage zu wässern. Überwintert die Ulme draußen im geschützten Wintergarten (Styroporleiste mit Torf oder ähnlichem Dämmmaterial) reicht das Wässern alle 10 - 16 Tage. Bei warmer Überwinterung sollten Sie wie zuvor alle 2 - 4 Tage an Wasser denken.

 

Schneiden: Frische Triebe stets auf 8 - 12 Blätter heranwachsen lassen und dann auf 1 - 3 Blätter zurück schneiden. Da die chinesische Ulme sehr wachstumsfreudig ist, empfiehlt sich spätestens alle 2 Jahre ein Grundschnitt. Hierfür wählen wir das Frühjahr. Sie können nun alle dünnen Äste in dickere, überjährige Bereiche zurück schneiden. Sie können eine gesunde Pflanze so stark schneiden, dass fast kein Blatt mehr dran ist. Die Ulme verfügt über genügend "schlafende Augen", so dass ein kompletter Neutrieb in 3 - 4 Wochen erwartet werden kann.

 

Besonderheiten und/oder Auffälligkeiten: Die chinesische Ulme ist bei warmer Überwinterung etwas anfällig für Spinnmilben. Die Spinnmilbe ist ein Parasit, der im fortgeschrittenen Stadium ein komplettes, feines Netz über den Baum ausbreitet, das bei Nichtbehandlung zum Tod des Baumes führt. Anfangs werden die Blätter blass und/oder grau. Das Wachstum im Frischtriebbereich sieht schadhaft aus. Es fallen verstärkt Blätter ab und die Triebspitzen verkümmern. Eine Behandlung mit einem Spritzmittel gegen Spinnmilben ist unerlässlich. Die Behandlung sollte 3x im Abstand von 1 Woche durchgeführt werden. Zuvor schneiden Sie Ihren Bonsai in leicht holzige Bereiche zurück, so dass ein gesunder Neutrieb kommen kann.

Die chinesische Ulme wirft gerne 1 - 2x im Jahr auch unabhängig von Spinnmilben ihre Blätter ab. In dem Fall schneiden Sie ebenfalls das ganze dünne Geäst in leicht holzige Bereiche zurück. Der Neutrieb kommt innerhalb von 2 - 4 Wochen.

 

Vermehrung: Lang abgeschnittene Triebe können im Wasserglas bewurzelt werden (Stecklingsvermehrung).Die Ulme kann auch über Saatgut vermehrt werden.

 

 

 

 

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