chinesische Steineibe (Podocarpus micro- und macrophylla) "Kiefer der Buddhisten"

 

Beschreibung: Dieser immergrüne Nadelbaum ist ein sehr robuster Baum für den innenbereich. In seiner Heimat wird er ca. 12 m hoch. Aufgrund seiner lange Zeit sehr biegsamen Äste kann die Steinebe sehr gut individuell mit Bonsaidraht geformt werden.

 

Standort: Schattig bis halbschattig (Nord-, Ost- oder Westseite). Ein Standort ein wenig im hellen Raum (bis zu 3 m vom Fenster entfernt) wäre auch machbar. Bitte das regelmäßige Drehen des Baumes nicht vergessen.

 

Überwinterung: Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Einige Bonsaifreunde überwintern ihre Steineibe geschützt und gut eingepackt draußen. Andere (so wie ich) überwintern sie in jedem Fall frostfrei innen. Auch im Innenbereich besitzt die Steineibe große Anpassungsfähigkeit. Idealerweise steht sie ab Herbst mäßig warm (6° - 18°C). Jedoch kann sie auch über Jahre erfolgreich im Wohnzimmer überwintert werden. Regelmäßiges Besprühen der Nadeln wäre dann aber sehr wünschenswert.

 

Umtopfen: Alle 2 Jahre können Sie wählen, ob Sie die Wurzeln um 10 - 30% reduzieren und die alte Schale noch einmal verwenden, oder ob Sie eine größere Schale nehmen (ohne Wurzelschnitt). Jungbonsai (bis 8 Jahre) sollten aber eher in eine größere Schale gesetzt werden. Man bietet dem Bonsai 20 - 30% mehr Schalenvolumen an. das Umtopfen mit Wurzelschnitt sollte unbedingt im Frühjahr erfolgen.

 

Düngen: Bei warmer Überwinterung ganzjährig 1x monatlich mit Bonsai - Flüssigdünger; bei kühlerer Überwinterung wird ab Oktober bis März nicht gedüngt.

 

Gießen: Mit kalkarmem wasser können Sie regelmäßig gießen oder tauchen. Die Steineibe sollte niemals komplett durchtrocknen (irreparabler Trockenschaden), sondern stets nur leicht antrocknen und dann richtig gegossen (bis aus den Abzugslöchern Wasser tropft) oder für 1 Minute getaucht (Wasserbad bis zum höchsten Punkt der Erde) werden. Zumeist ergibt sich ein Rhythmus von alle 2 - 5 Tage (hängt vom Standort, der Schalengröße und der Dichtheit der Pflanze ab).

 

Schneiden: Das ganze Jahr über können Sie die frischen Jungtriebe auf 8 - 12 cm wachsen lassen und dann auf 1 - 3 cm zurück schneiden. Alle 2 - 3 Jahre können Sie im Frühjahr einen Grundschnitt durchführen. Hier werden alle dünneren Äste in überjährige (etwas dickere Äste) eingekürzt.

 

Besonderheiten und/oder Auffälligkeiten: Die robuste Steineibe ist wenig anfällig. Selten kommt es zur Schildlausbildung ( dunkle, pockenartige Erhebungen in den Astgabeln). noch seltener ist Wolllausbefall (weiße Punkte unter den Nadeln und am Stamm). In beiden Fällen sollte ein Spritzmittel gegen beißende und saugende Schädlinge verwendet werden (3 mal sprühen auf und unter die Nadeln im Abstand von 1 Woche).

 

 

 

 

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