Hainbuche (carpinus betulus), Rotbuche (fagus sylvatica), Blutbuche (fagus sylvatica purpurea), Kerbbuche (fagus crenata) und korean. Hainbuche (carpinus japonica)

 

Beschreibung: Mit Ausnahme der Blutbuche sind alle anderen Buchen grünblättrig. Buchen treiben im Frühjahr relativ spät aus. Bis auf eine gewisse Mehltauanfälligkeit der Hainbuche sind sie sehr belastbar. Das braune Laub bleibt bis zum Neutrieb im Frühjahr erhalten.

 

Standort: Buchen bevorzugen den Halbschatten. Sie sollten im Hochsommer mittags / nachmittags stets leicht schattiert stehen.

 

Überwinterung: Jüngere Bonsai werden ab -5°C, älter ab -10°C geschützt. Die Outdoor - Bonsai können in eine Kiste (Styropor) gestellt werden. Decken Sie sie bis zur ersten Verzweigung mit Torf, Stroh, Blättern, Reisig oder Ähnlichem ab. Gerade bei immergrünen Arten ist bei Dauerfrost eine Schattierung ganz wichtig (durch die Sonne findet Verdunstung statt, Wasser kann aber nicht transportiert werden). Zur Überwinterung wäre auch ein Schrebergarten, eine Holzhütte oder eine Garage mit Fenster geeignet. Sollte der Frost mehr als 2 1/2 Wochen andauern, wäre es wichtig, Ihren Bonsai aufzutauen, zu gießen und erst nach 3 - 4 Tagen wieder in den Frost zu stellen.

Eine weitere Möglichkeit, die viele Bonsai Liebhaber bereits praktizieren, ist die Überwinterung im Gartenboden. Sie nehmen Ihren Bonsai aus der Schale (soweit ein fester Wurzelballen vorhanden ist) und setzen ihn schattiert und windgeschützt möglichst tief in die Erde. Bis zur ersten Verzweigung kann noch mit Dämmmaterialien abgedeckt werden (Torf, Blätter, Zweige, Reisig etc.).

Besondere Vorsicht ist beim Wechsel von Winter auf Frühjahr geboten. Durch die erste Wärme Mitte bis Ende März kommen gelegentlich die Knospen in Bewegung. Diese Bonsai, die bereits deutlich getrieben haben, sollten bei Frost von mehr als -2°C (meist nur nachts) frostfrei gestellt werden.

 

Umtopfen: Jüngere Bonsai sollten alle 2 Jahre, ältere alle 3 Jahre im Frühjahr mit Outdoor - Bonsai - Erde umgetopft werden. Für Kiefern empfiehlt sich grobe, kieshaltige mit Akadama gemischte Erde. Die Wurzeln werden vorsichtig mit einer Wurzelkralle aufgelockert, so dass die Haar- oder auch Saugwurzeln herunterhängen. Nun können Sie die feinen Wurzeln um die Hälfte einkürzen. Bei den Buchen sollte ein weißlicher Pilz vorhanden sein. Man sollte möglichst viele Sporen auf die neue Erde übertragen.

 

Düngen: von Frühjahr bis Herbst alle 2 Monate mit Bio - Gold (japanischer Kugeldünger) oder monatlich mit Bonsai - Flüssigdünger düngen.

 

Gießen: Ab Frühjahr, wenn Ihr Bonsai wieder neu treibt, braucht er regelmäßig Wasser. Laubbäume können stets leicht antrocknen und sollten aber dann kräftig durchgegossen oder getaucht werden (bei kleinen Schalen oder Bonsai mit hügeligem Aufbau, oder extrem der Sonne ausgesetzten Bonsai werden die Bonsai so lange in ein Wasserbad gestellt, bis keine Bläschen mehr aufsteigen). Die Häufigkeit des Wässerns hängt von der Schalengröße, Laubmasse, Temperatur, sowie Sonne und Wind ab. Im Sommer kann dies täglich sein. Im Frühjahr bei bewölktem Wetter und wenig Wind alle 4 - 6 Tage. Bitte beobachten Sie also die Verfärbung der Erde  oder fühlen Sie mit den Fingern, ob die Erde leicht angetrocknet ist und machen Sie sie erst dann wieder richtig feucht. Im Winter reicht es zumeist, alle 1 - 2 Wochen zu gießen. Gegossen wird mit weichem Wasser (Regenwasser, stilles Mineralwasser, gefiltertes Wasser).

 

Schneiden: Buchen können schon geschnitten werden, bevor der Neutrieb voll entwickelt ist. Auch hier lässt man nur 1 oder 2 Blätter stehen.

Da die am Baum verbliebenen Blätter nun recht groß werden, kann, wenn der Baum gesund und kräftig ist, nach weiteren 2 - 3 Wochen der Blattschnitt erfolgen. Hierzu schneiden sie die Blätter mit einer Blattschere ab, die Stiele sollten aber stehen bleiben. Zuerst die obere Krone beschneiden und 1 - 2 Wochen danach die untere.

 

Besonderheiten und/oder Auffälligkeiten: Bei Hainbuchen sollte im Frühjahr mit einem Fungizid gegen Mehltau vorbeugend gesprüht werden. Danach 1x monatlich.

 

 

 

 

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